DER NEUESTE TREND HINSICHTLICH DER KOSTENSENKUNG
IN INDUSTRIE+WIRTSCHAFT IST...MITARBEITER
DIE BEREITS DAS 50igste
lebensjahr überschritten haben, zielgerichtet zu mobben,
um sie soweit zu bringen selbst zu kündigen...
ausgetüftelt von windigen unternehmensberatern...
tja-da kann ich nur noch sagen
...armes deutschland...
FRAU MERKEL SCHAUT BEHARRLICH ZU
UNTERNIMMT VORSICHTSHALBER GAR NICHTS UND NACH
DER WAHL WIRD SOWIESO ALLES GANZ ANDERS-
HOFFE
NUR...dass die
gute nicht mal selber dran ist...
Aufgrund von Studien werden relativ übereinstimmend folgende Strategien gefunden: Mobbing über organisationale Maßnahmen (über Zuteilung bestimmter, z.B. sinnloser, Arbeitsaufgaben, Kompetenzentzug), soziale Isolierung (z.B. keine Kommunikation, Meiden und Ausgrenzen der Person), Angriff auf die Person und ihre Privatsphäre (z.B. eine Person lächerlich zu machen ), verbale Aggression (z.B. verbale Drohungen, Demütigungen), Androhung oder Ausübung körperlicher Gewalt und schließlich Gerüchte (Einarsen, Raknes & Natthiesen, 1994; Zapf, Knorz & Kulla, 1996). Norwegische Werftarbeiter berichteten am häufigsten über persönliche Angriffe. Als häufigste Mobbing-Strategie lässt sich in den meisten Studien Schädigung des Ansehens finden. Dabei scheinen Frauen als Täter eher aktivere Strategien wie Verleumdung und Lächerlichmachen zu benutzen, während Männer eher passive Strategien, wie soziale Isolierung, anwenden. Bei Frauen als Opfer würde das Verbreiten von Gerüchten und soziale Isolierung bevorzugt, Männer würden häufiger bedroht und kritisiert (nach Vartia, 1993). Dies deckt sich auch mit Befunden aus der Bullying-Forschung (Schulkinder). Allerdings spielt dort die physische Aggression eine viel größere Rolle.
3. Phasenmodell
Phase I (Auslösephase):
Hier trifft man auf einen Konflikt mit einem Mitarbeiter und/oder Vorgesetzten. Dieser Konflikt wird nicht gelöst und besteht oft verdeckt weiter. In dieser Phase sind schon einzelne Angriffe (wie gehässige Bemerkungen o.ä.) zu beobachten, es fehlt jedoch die Systematik und Häufigkeit der Angriffe.
Phase II (eigentliche Mobbingphase):
Es verdichten sich die Angriffe und Fronten, der Konflikt tritt in den Hintergrund und die Konfliktpositionen werden personifiziert. Häufigkeit und Systematik der Mobbinghandlungen nehmen zu, es kommt zur Ausbildung eines Täter-Opfer-Verhältnisses zwischen Mobber und Betroffenen.
Phase III (Phase der Rechts- und Machtübergriffe):
Die Situation wird öffentlich. Vorgesetzte und bislang unbeteiligte Kollegen schließen sich häufig der Position des/der Mobber an und kommen zu dem Schluss, dass die Betroffenen für den Betrieb oder die Abteilung nicht länger tragbar sind. Sanktionen und Ausgrenzungen nehmen hier auf breiterer Basis zu. Die zunehmend schlechte Befindlichkeit des Betroffenen wird als Begründung für derartige Maßnahmen angeführt, die genau genommen erst Folge der Mobbingphasen I und II sind. Der Betroffene ist massiver Stigmatisierungen ausgesetzt und reagiert nicht selten mit gehäuften Fehlzeiten und psychosomatischen Beschwerden.
Phase IV (Ausstoßphase):
Hier erfolgt der Ausschluss des Betroffenen aus der Arbeitswelt. Langfristige Krankschreibungen, Frühverrentung, Kündigung oder Abfindungen führen zum Ausscheiden des Betroffenen aus dem Unternehmen. Der Betroffene erleidet nicht nur einen Arbeitsplatzverlust mit den bekannten Folgen, sondern leidet in den überwiegenden Fällen langfristig an den Folgen des zerstörerischen Prozesses.
Phase V (Ärztlich-psychiatrische Stigmatisierung):
Da die Diagnose Mobbing in den gängigen psychiatrischen Diagnoseklassifikationen nicht vorkommt, trage dieses zur Individualisierung des Krankheitsbildes bei. Ärzte und Psychiater suchten häufig die Schuld für das erlebte Mobbinggeschehen bei dem Verhalten oder der Persönlichkeit des Betroffenen selbst, ohne die auslösende Mobbingsituation in die Diagnose mit einbeziehen zu können. (Phase I – IV - Leymann, 1993; Phase V - Becker, 1996).
Das Phasenmodell lässt sich empirisch nicht in allen Punkten bestätigen, ist aber als wichtige Grundlage für Interventionsstrategien zu nutzen.
4. Merkmale und Verbreitung
Im Folgenden werden die deskriptiven Ergebnisse der Mobbingforschung dargestellt, die anhand von drei Studien erläutert werden sollen. Dabei handelt es sich um die
(1.) Repräsentativ-Stichprobe von Leymann (Schweden) aus dem Jahre 1993, bei der 2438 Personen erfasst wurden, (2.) den Mobbing-Report; die deutsche Repräsentativ-Studie (Dortmund, 2002) sowie die (3.) Mobbingopfer-Studie von Zapf und Osterwalder aus dem Jahre 1998, bekannt als DAG-Studie.
Es existieren drei mögliche Strategien, um Mobbing zu erheben. Nach der ersten Strategie gibt man den Befragten eine Definition von Mobbing vor, woraufhin diese anhand dieser Definition entscheiden sollen, ob sie von Mobbing betroffen seien. Die zweite Strategie besteht darin, mithilfe eines Fragebogens zu Mobbinghandlungen (z.B. Leymann, 1990: „Inventory of Psychological Terrorization“) Häufigkeit von Mobbing zu erkennen. Bei der dritten Strategie wird auf einer Skala ein Cutoff-Punkt bestimmt.
Die Leymann-Studie wurde nach der zweiten Strategie erarbeitet, während der Mobbing-Report auf einer telefonischen Befragung beruht, die auf die erste Strategie zurückgreift.
Die schwedische Studie hatte zum Ergebnis, dass 3,5% der Erwerbstätigen von Mobbing betroffen sind.
Der Mobbing Report zeigt, dass Ende des Jahres 2000 2,7% der Erwerbstätigen angaben, momentan von Mobbing betroffen zu sein. Bei der Frage, ob sie im laufenden Jahr von Mobbing betroffen gewesen seien, gaben dies 5,5% der Erwerbstätigen an.
Wenn man die Personen dazu zählt, die irgendwann in ihrem Berufsleben von Mobbing betroffen waren, so kommt man auf 11,3 % der erwerbsfähigen Bevölkerung. Damit ist jede neunte Person im erwerbsfähigen alter im Laufe ihres Berufslebens schon einmal gemobbt worden.
4.1. Die Dauer von Mobbing
Die Frage nach der Dauer von Mobbingfällen ist gleichzeitig ein wichtiges Kriterium für die Unterscheidung von alltäglichen Konflikten am Arbeitsplatz und Mobbing. Dabei ist per Definition festgelegt, dass es sich bei Mobbing nicht um eine kurze Episode handelt.
Die Leymann-Studie belegt, dass Mobbing durchschnittlich 15 Monate dauert, die DAG-Studie hat sogar eine Dauer von 47 Monaten ermittelt.
4.2. Die Anzahl der Mobbingtäter
Auch bei der Anzahl der Mobbing-Täter kommen beide Studien zu sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Die Leymann-Studie ermittelt bei den Einzeltätern 34%, bei zwei bis 4 Tätern 43% und bei mehr als 4 Tätern 23%.
Dahingegen zeigt die DAG-Studie nur 9% bei Einzeltätern, 35% bei 2-4 Tätern, dafür aber 56% bei mehr als 4 Tätern.
Diese Ergebnisse könnten laut Zapf darauf hindeuten, dass in Deutschland ein schwerwiegenderes Mobbing anzutreffen ist, das länger dauert und von mehreren Tätern betrieben wird. Das kann aber auch mit Selektionseffekten zusammenhängen.