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    MONDGISCHT

    Ein kleines Fischerdorf am amerikanischen Atlantik zwischen 1913 und 1938: Elizabeth, Maggie und Eve sind drei Frauen, die unterschiedlicher nicht sein könnten, doch ihnen ist eines gemeinsam: Alle drei kennen das Gefühl, zwischen zwei Männern zu stehen. Eines Tages zieht ein gewaltiger Sturm auf, nach dem nichts mehr so ist, wie es einmal war.

    SCHON NACH DEN ERSTEN SEITEN KANN ICH SAGEN-
    SO RICHTIG NACH MEINEM GESCHMACK !
     
    Mondgischt ist die poetische Geschichte dreier Frauen, die in einem kleinen Fischerdorf an der Küste von Massachusetts leben. Dawn Clifton Tripp verwebt die Schicksale mit feinem Gespür zu einem bewegenden Panorama von Freundschaft, Liebe und Verlust.
                                                 

    schmetterlinge....

       Im Maulbronner Kreuzgang

    Verzaubert in der Jugend grünem Tale
    Steh ich am moosigen Säulenschaft gelehnt
    Und horche, wie in seiner grünen Schale
    Der Brunnen klingend die Gewölbe dehnt.

    Und alles ist so schön und still geblieben.
    Nur ich ward älter, und die Leidenschaft,
    Der Seele dunkler Quell in Haß und Lieben,
    Strömt nicht mehr in der alten wilden Kraft.

    Hier ward mein erster Jugendtraum zunichte.
    An schlecht verheilter Wunde litt ich lang.
    Nun liegt er fern und ward zum Traumgesichte
    Und wird in guter Stunde zum Gesang.

    Die Seele, die nach Ewigkeit begehrte,
    Trägt nun Vergänglichkeit als liebe Last
    Und ist auf der erspürten Jugendfährte
    Noch einmal still und ohne Groll zu Gast.

    Nun singet, Wasser, tief in eurer Schale.
    Mir ward das Leben längst ein flüchtig Kleid.
    Nun tummle, Jugend, dich in meinem Tale
    Und labe Dich am Traum der Ewigkeit!


    Dieses Gedicht hat Hermann Hesse 1914 geschrieben, ein Vierteljahrhundert nach seiner Flucht aus dem Seminar, als er zu einem Besuch nach Maulbronn zurückkehrte
     

    ein meister seines fach´s

    Ullstein

    John le Carré        http://www.krimi-couch.de/krimis/john-le-carre.html

    Marionetten                           

    Unsere goldene Regel muß sein, daß wir denen,

    die wir lieben, dabei helfen, von uns loszukommen.

    Friedrich von Hügel

                                            

    bedem

    drei Zauberer Platz gehabt hätten. Er trug eine schwarzweiße

    Kefije um den Hals und über der Schulter eine Satteltasche

    aus Kamelleder, wie Touristen sie als Mitbringsel kaufen.

    Von Melik sah er zu Leyla, dann wieder zu Melik, immer

    mit dem gleichen unverwandt-flehenden Blick aus glühenden,

    eingesunkenen Augen.

    Trotzdem hätte die Verzweiflung, die der Junge ausstrahlte,

    Melik nicht übermäßig nahegehen müssen, denn das Reisebüro

    lag am Vorplatz des Hamburger Hauptbahnhofs, der zu

    jeder Tages- und Nachtzeit von verlorenen Seelen aller Art

    bevölkert war: deutschen Obdachlosen, Asiaten, Arabern,

    Afrikanern oder auch Türken wie Melik, die es nur schlechter

    getroffen hatten als er – ganz zu schweigen von den Beinamputierten

    auf Elektrowägelchen, Dealern und ihren Kunden,

    Bettlern mit ihren Hunden oder dem siebzigjährigen

    Cowboy mit Stetson und silberbeschlagener Lederreithose.

    Wenige hier hatten Arbeit, und eine Handvoll hätte deutschen

    Boden gar nicht erst betreten dürfen und wurde im

    Zuge einer gezielten Verelendungspolitik bestenfalls geduldet,

    bis die Abschiebung sie ereilte, für gewöhnlich im ersten

    Morgengrauen. Nur Neuankömmlinge oder die ganz Verwegenen

    gingen das Risiko ein. Erfahrenere Illegale machten

    einen großen Bogen um den Bahnhof.

    Ein zweiter guter Grund, den Jungen zu ignorieren, war

    die klassische Musik, mit der die Stadt über eine Batterie strategisch

    verteilter Lautsprecher diesen Teil des Bahnhofs beschallte:

    Musik, die nicht dazu gedacht war, unter den Zuhörern

    Wohlbehagen zu verbreiten, sondern, im Gegenteil, sie

    zu vertreiben.

    Doch trotz alledem prägte sich das Gesicht des klapprigen

    Jungen Melik ein, und einen flüchtigen Moment lang schämte

    er sich für sein eigenes Glück. Aber warum eigentlich, verdammt?

    Etwas Phantastisches war geschehen, und er konnte

    es kaum erwarten, seine Schwester anzurufen und ihr zu erzählen,

    daß Leyla, die sechs Monate nicht vom Sterbebett

    ihres Mannes gewichen war und sich dann ein Jahr lang die

    Seele aus dem Leib getrauert hatte, jetzt plötzlich übersprudelte

    vor Vorfreude auf die Hochzeit ihrer Tochter und auf-

    für alle lesesüchtigen....

    http://www.vorablesen.de/


    das folgende hab ich geklaut..
    könnte jedoch durchaus von mir sein-

    Lesesüchtig!

    Oh mein Gott! Die Diagnose ist bestätigt! Lesesüchtig! und nun?!
    Ich bin lesesüchtig ganz klar! Das sagen mir auch alle. nun ja
    darauf zukommen ist auch nicht allzu schwierig! Wer immer mit einem Buch an zutreffen ist macht sich schon verdächtig ne?!Egal ob kitsch,krimi,fantasy,,thriller oder pferde- Bücher,nichts ist vor mir sicher!Ich verschlinge alles!Doch das war mal ganz anders!Früher habe ich Bücher nicht mal mit der Kneifzange angefasst!Wenn ich welche geschenkt bekam landeten sie direkt in der nächsten Ecke.Ich hasste Bücher,ich fand sie doof und langweilig und meiner Meinung nach waren Bücher nur eine blöde Zeitverschwendung.Da war fernsehen doch viel besser!

    Doch dann bekam ich einmal ein Buch das mein Interessen weckte.Es war ein Buch nur für Mädchen.Den Einband fand ich direkt klasse und auch das hinten drauf stand klang gar nicht mal so übel.Ich setzte mich einfach mit dem Buch hin und fing an zulesen.Und siehe da..Bücher sind ja gar net so doof! Die können richtig Spaß machen!ich kauf´t mir jedes Buch dieser Reihe bis ich es mal mit den berühmten freche Mädchen,freche Bücher;Büchern probierte!nd auch von denen konnte ich nicht genug kriegen.Nach weniger als einem halben Jahr lass ich alles was mir in die Finger kam.Egal was haubtsache ein Buch.Doch langsam wurden es zu viele Bücher so wurden nach und nach die Bücher in Kisten gespopft und auf den Speicher verfrachtet.Da Bücher ja auch nicht grade billig sind entwikelte ich eine bestimmte Art mir meine Bücher aus zu suchen.Wenn ich mehrere Bücher hatte die mir gefielen wurden die Seiten verglichen,die mit den wenigsten Seiten kamen weg.dann wurde nach dem Preis geguckt und das billigste wurde genommen.Ich muss sagen das ich mit diesem Verfahren sehr zufrieden bin.Und wenn es dann in der bücherei eine sonder aktion gibt mit Mängelexemplaren dann wir richtig zugeschlagen.Letztens hatte ich mir Bücher für ca.105Euro gekauft,aber da war ja Rabbat drauf!.Wenn mir ein Buch wirklich gut gefällt dann kann ich mit lesen gar nicht mehr aufhören.Dicke Bücher werden in einer Woche ausgelesen..mit dicken meinte ich so um die...die 3 hundert Seiten..für richtige Wälzer brauch ich dann doch etwas länger aber nie mehr als ca.3 Wochen diese Bücher haben dann aber auch gute 7hundert Seiten.Wenn meine Freunde mich mal ohne Buch antreffen werde ich direkt gelöchert ob alles in Ordunug sei.Das beste ist aber wenn wir irgendwas feiern! Z.B. Ostern,Weihnachetn usw dann gibts wieder gaaaaaaaaaaaaaaaaanz viele bücher!.Nun ja ich für meinen Teil werde meine Sucht weiter unter stüzen.Zur Zeit sind auf dem Speicher 6 volle Kisten und in meinem Zimmer 113 Bücher.Doch das sind nicht alle Bücher die ich gelesen habe man kann sich schließlich auch welche ausleihen!Hoffentlich werden es immer mehr werden!

    warum fühle ich mich hilflos ?

       hilflos.leer,
    ausgelaugt,unendlich müde,zornig,schmerzverzerrt,wütend,...und immer wieder tränen ?

    schlaflos,in gedanken versunken

    Die verkannten Tumoren

    Lymphkrebs wird oft erst spät diagnostiziert und ist schwer zu behandeln. Abhilfe verspricht die Antikörpertherapie

    Franziska Beckmann

    Wegen ständiger Mittelohrentzündungen suchte Karl Hermann (52) einen Arzt nach dem anderen auf - doch keiner konnte ihm helfen. Erst nach acht Monaten fand ein Mediziner die Ursache für die Infekte: Die Lymphdrüsen und die Schleimhäute im Rachen waren so stark geschwollen, dass der Gehörgang schlecht belüftet war und sich entzündete. Spezialisten im Klinikum Steglitz entnahmen eine Gewebeprobe. Die Diagnose: Lymphkrebs - ein so genanntes Non-Hodgkin-Lymphom (NHL).


    http://www.berlinonline.de/berliner-zeitung/archiv/.bin/dump.fcgi/2004/0228/wissenschaft/0417/index.html
    euch allen,wo immer ihr auch gerade seid ...ein friedliches wochenende
    onkel hans

    die dorfhexe...


    Winter, ein altes Haus in Schweden. Hierher ist die junge Veronika in einer Lebenskrise geflüchtet. Hier will sie Ruhe finden und ihren neuen Roman schreiben. Das Nachbarhaus scheint leer zu stehen, schwarze Fensterhöhlen, abgeblätterte Farbe. Die Dorfhexe wohnt dort, wird Veronika im kleinen Laden des Ortes erzählt. Und dann, Veronika liegt schon seit Tagen mit Fieber im Bett, steht die alte Frau am Herd und backt ihr Pfannenkuchen. Eine zarte und wunderbare Freundschaft entspannt sich zwischen den zwei so unterschiedlichen Frauen. Sie essen zusammen, unternehmen schweigend Spaziergänge und hören Brahms. Eine Freundschaft ist das, an der Veronika gesundet und in deren Rahmen die alte Frau zum ersten Mal ihr schreckliches Geheimnis offenbart, das sie vor Jahren in die Isolation getrieben hat. Als der Frühling kommt und das Eis bricht, bedeutet dies einen Neuanfang für beide Frauen...
    endlich mal was soo richtig nach meinem geschmack !
     
     
     

    huntertwasser

    Hụndertwasser, Friedensreich, eigentlich Friedrich Stowasser, österreichischer Maler und Grafiker, * Wien 15. 12. 1928, † an Bord eines Kreuzfahrtschiffes auf dem Pazifischen Ozean 19. 2. 2000. In seiner stark farbigen Malerei mit ornamental verschlungenen Linienzügen setzt sich die Tradition des österreichischen Jugendstils fort. Sein grafisches Œuvre umfasst v. a. Farbholzschnitte, -radierungen, Lithografien und Serigrafien. Zu den Buchgestaltungen gehört der Einband einer limitierten Ausgabe der 19. Auflage der Brockhaus Enzyklopädie (1989‒94). Hundertwasser trat auch mit ökologisch engagierten Manifesten und Aktionen an die Öffentlichkeit und befasste sich vor diesem Hintergrund auch mit Architektur: u. a. Haus Hundertwasser, Wien (1983‒86), Umgestaltung der Pfarrkirche Sankt Barbara in Bärnbach (Bezirk Voitsberg, 1987/88), Kindertagesstätte in Frankfurt-Heddernheim (1989‒95), Umbau des 1975 in Plattenbauweise entstandenen Martin-Luther-Gymnasiums in Lutherstadt Wittenberg (1995‒99), Wohn- und Geschäftshaus »Grüne Zitadelle« in Magdeburg (posthum 2003‒05 ausgeführt). Hundertwasser lebte und arbeitete in den letzten Jahren v. a. in Neuseeland.

    zündet kerzen an..es ist..

    c5dfClaude_Debussy_ca_1908%2C_foto_av_F%C3%A9lix_Nadar  so viel geschehen jedoch geändert....? 10 jahre später-20...

    ADVENT

    via-malaweihnachten

    Die Geschichte vom Kräutchen Eigensinn Luise Büchner

    Der kleine Georg war trotz der schönen Erzählungen der Tante beim Schlafengehen sehr unartig und sehr eigensinnig gewesen, da sagte ihm die Mama: "Nimm Dich nur in Acht, sonst bringt Dir der Nikolaus zu Weihnachten eine Rute vom Kräutchen Eigensinn!"
    Als nun die Kinder am andern Abend wieder bei der Tante saßen, da sagte Mathildchen: "Liebe Tante, erkläre mir doch, was eine Rute vom Kräutchen Eigensinn ist." Der Georg saß bei dieser Frage mäuschenstill und guckte mit den großen, blauen Augen auf seine Schuhe, als ob er sie noch nie gesehen hätte, die Tante aber antwortete: "Das sind die allergefährlichsten Ruten, die es gibt, um die darf das gute Christkind keine roten Bänder und kein Flittergold wickeln und die werden auch nicht bloß zum Schmuck und zur Warnung hinter den Spiegel gesteckt, sondern mit denen gibt es wirkliche Hiebe und woher sie kommen, das will ich Euch jetzt ganz genau erzählen:
    Am Rand einer großen, grünen Wiese stand ein hübscher, kleiner Strauch, der hatte schlanke Zweige, grüne Blätter und schöne weiße Blüten, so dass er gar lieblich anzusehen war - aber, es war ein schlimmes Kraut. Es wollte immer etwas Anders tun, als es gerade sollte, sagte zu allen Dingen: "Nein!" statt: "Ja!" und die Blumen und Sträucher auf der wiese nannten es nur noch: "das Kräutchen Eigensinn."
    Wenn ein Bienchen geflogen kam und in den Kelch seiner Blüten schlüpfen wollte, um sich Honig zu sammeln, dann schloss er schnell die Blüten fest zu. Summte und brummte das fleißige Tierchen auch noch so eifrig: "Mach' auf! mach auf!" so rief das Kraut doch immerfort: "Ich will nicht, ich mag nicht, ich tu's nicht!" bis das Bienchen ganz zornig davon flog und nie mehr wieder kam.
    Ein andermal kam ein liebes, kleines Mädchen daherspaziert, das pflückte sich einen Strauß und wollte auch ein Zweiglein von dem schönen, grünen Strauche dazu nehmen. Aber Kräutchen Eigensinn bog sich herüber und hinüber, wand sich hin und her und wollte nichts geben. - "Ei, Kräutchen Eigensinn", sagte seine Nachbarin, ein kleines Heckenrösschen, "so gib doch dem lieben Kinde nur ein kleines Zweiglein!"
    "Ich mag nicht, ich will nicht!" rief es dagegen, und ließ sich jetzt erst recht nichts nehmen.
    Die gute Sonne hatte von dem blauen Himmel herab Alles mit angesehen und ward bitterböse; sie rief herunter: "Du hässliches Ding, willst Du denn gar nie mehr lieb und artig sein? Ich scheine so gern herab auf alle die lieben Blumen und Sträucher, aber Dir möchte ich auch nicht einen Strahl mehr senden!"
    "Nein! denn ich will unartig sein! ich darf unartig sein!" rief das Kräutchen Eigensinn hinauf, "und willst Du nicht auf mich scheinen, so kannst Du es bleiben lassen!"
    Das war doch gewiss entsetzlich ungezogen von dem Kräutchen Eigensinn, die Sonne wandte ihr freundliches Gesicht schweigend von ihm ab, die Blumen und Gräser sprachen kein Wort mehr mit ihm und die Bienchen und Schmetterlinge flogen Alle an ihm vorüber, denn Keines wollte noch etwas von ihm wissen.
    Endlich gegen Abend kam noch von weit her ein Vögelchen geflogen und wie es so daher schwebte und den schönen, grünen Strauch ansah, wollte es sich ein wenig darauf ausruhen und ein Liedchen singen. Da hätte doch nun das Kräutchen Eigensinn Gelegenheit gehabt, wieder lieb und gut zu sein und sich mit den Andern auszusöhnen. Aber, nein, es war noch trotziger dabei und meinte Wunder, wie großes Unrecht ihm geschehen sei. Kaum hatte sich der Vogel ein hübsches Plätzchen ausgesucht, da fing es an sich zu biegen und zu neigen und wollte ihn durchaus von sich abschütteln.
    "Ach", bat das Vöglein freundlich, "halte doch stille, lieber Strauch, ich singe Dir auch mein allerschönstes Lied!"
    "Nein, ich will nicht, ich tu's nicht! Ich mag von Euch jetzt auch nichts mehr wissen!" rief Kräutchen Eigensinn voll Wut und Zorn. Da flog das Vöglein fort und setzte sich zu dem Röslein, das es freundlich bei sich aufnahm.
    Am andern Morgen schien die Sonne nicht, der Himmel war ganz voll Wolken und der Wind fegte im Wald und auf der Wiese herum, dass kein Schmetterling und keine Biene sich herausgetraute; selbst die Vögel blieben scheu in ihren Nestern. Die dicksten Bäume bog der Wind um und zerzauste sie, dass sie kaum mehr wussten, wohin sich wenden. Die Sträucher und Blumen auf der Wiese duckten sich ganz stille unter, ließen den Wind über sich herwehen und warteten auf bessere Zeiten. Aber Kräutchen Eigensinn, das duckte sich nicht; es wollte mit dem Winde spielen und meinte, es sei so stark wie er und brauche sich weder zu biegen, noch zu neigen. Was kümmert sich aber der Wind um seinen schwachen Widerstand, er fegte unerbittlich drüber hin und her und bald lagen die meisten Blüten alle auf der Erde, die grünen Blättchen flatterten wild umher und der Nachbarin, dem guten Röschen, ward ganz angst und bange. "Kräutchen Eigensinn", rief es warnend, "lasse Deine Zweige nieder hängen, der Wind zerreißt Dich sonst in tausend Stücke!"
    "Ich will mit dem Winde spielen, ich darf es tun, Du hast es mir nicht zu wehren!" antwortete Kräutchen Eigensinn und trieb es nur noch toller. Aber - was geschah?
    Nach einer halben Stunde war das Kräutchen Eigensinn kein grüner Strauch mehr, sondern ein hässliches, kahles Reis, das aussah, als ob die Raupen es abgefressen hätten. Nur ganz unten hingen noch ein paar kleine Blättchen an dünnen Fäden und schaukelten sich hin und her.
    Nun war es mit dem Kräutchen Eigensinn aus; kein Bienchen sah es mehr an, Niemandem fiel es ein, sich ein Zweiglein zum Strauße zu pflücken, und die Vöglein flogen Alle vorüber, als ob es gar nicht auf der Welt wäre. Es konnte nicht einmal mehr sagen: "Ich will nicht, ich mag nicht!" denn keine Seele wollte etwas von ihm.
    So verging der Sommer und der Herbst kam, wo der Nikolaus auszieht, um sich Reiser für seine Ruten zu holen. Er hatte manchmal von der Böllsteinerhöhe herab gesehen, wie es das Kräutchen Eigensinn trieb und jedes Mal gedacht: "Na warte nur, weil Du zu allem "Nein!" sagst, sollst Du mir noch die kleinen Leute "Ja!" sagen lehren!" Als er nun mit seinem Grauchen über die Wiese zog, sah er schon von Weitem das dürre Reis und rief vergnügt: "Ha, das hat schöne, schlanke Gerten gegeben, die will ich nun zu Ruten binden und da wird mein Kräutchen Eigensinn den Kindern bald den Eigensinn aus den kleinen Trotzköpfchen treiben!"
    Gesagt, getan, er schnitt die Gerten ab, lud sie dem Esel auf und sagte daheim zu Christkind: "An den Ruten da machst Du mir nichts, die binde ich einfach mit Schnur zusammen, die sind für den Ernst und nicht für den Spaß!"
    Wo nun ein unartiges Kind ist, das bei Allem sagt: "Ich will nicht, ich mag nicht!" dem bringt der Nikolaus eine Rute vom Kräutchen Eigensinn und das tanzt ihm dann solange auf dem Rücken herum, bis es nie mehr sagt: "Ich tu's nicht!"
    Lieber Georg und liebes Mathildchen nehmt Euch darum nur sehr in Acht, dass Euch der Nikolaus nicht so eine Rute vom Kräutchen Eigensinn bringt.
    "Ich will gar nicht mehr eigensinnig sein", sagte der Georg, und Mathildchen küsste die Tante und rief: "Nicht wahr, ich bin lieb?"

    Luise Büchner, 1821 - 1877